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Artikelverzeichnisse im Linkmix

Artikelverzeichnisse waren für viele SEOs für lange Zeit eine günstige Art des Linkbuildings, doch passt das AVZ noch zum modernen SEO?

Das Artikelverzeichnis im neuen SEO-Jahrzehnt

Das Wort Artikelverzeichnis oder AVZ wird in SEO-Kreisen nur mehr hinter vorgehaltener Hand gesagt, und bei vielen bleibt ein fader Nachgeschmack im aussprechenden Mund oder in den hörenden Ohren zurück. Nur woher hat diese Art des Backlinks einen derartig schlechten Ruf?

Die Entstehung des Artikelverzeichnisses

Wenn man die Zeit circa 10 Jahre zurückdreht, dann war das Konzept der Artikelverzeichnisse ein absolut logischer Ansatz, der mit der Entwicklung des Web 2.0 einherging. Jeder darf an dem Content einer Seite über Artikel mitbauen und bekommt dafür verschiedenste Belohnungen vom Betreiber der Seite geboten.

Gerade zu einer Zeit, als die Suchmaschinen noch Quantität als ein Zeichen für Qualität gesehen haben, konnten SEOs einfach nicht widerstehen, dieses System von beiden Seiten her auszunutzen. Zum einen brauchten SEOs keine teuren Texte erstellen lassen, damit die eigene Seite vor Artikeln überquillt und man vor allem im Longtail viele Suchende abholen und mit ein bisschen Glück auch ein paar Mid-Tail Keywords auf eigene Artikel zeigen kann. Gerade in der Mitte des letzten Jahrzehnts konnten mit dieser simplen Idee die Google AdSense Kassen klingeln, und die laufenden Kosten waren meist nur ein Link aus jedem Artikel für den Autor.

Der zweite Zug auf den die SEOs nur allzu gerne aufgesprungen sind, war das Ergattern von möglichst themenrelevanten, aber vor allem günstigen Backlinks. Hier kommen wir auch gleich zum unvermeidlichen Absturz der meisten großen Artikelverzeichnisse und der damit zusammenhängenden Backlink-Art.

Ganz spitzfindige SEOs dachten sich bei der Verwendung des einen oder anderen Artikelverzeichnisses, dass sie eigentlich nur den Link wollen. Welche Qualität der Text hat, der letztlich zum Link führen soll, ist für die SEO-Agentur auf den ersten Blick nebensächlich. Auf den zweiten Blick aber sofort wieder hauptsächlich, denn je weniger Qualität ein Text hat, desto günstiger ist er. Eines führte zum anderen, und bald wurde ein Artikel gleich bei mehreren Artikel-Portalen verwendet. Als die Betreiber ein wenig gegensteuern wollten, wurden maschinell veränderte Texte verwendet, um die eigenen Gewinnmargen schön in die Höhe zu treiben.

Ein schwarz-weißer Bär schwingt seine Pranke gegen schlechte Artikel

Das ging ein paar Jahre auch noch recht gut, doch wie steht es im Jahr 2013? Der Abfall des Konzeptes Artikelverzeichnis war mit dem Panda-Update aus dem Jahr 2011 (und folgende Panda-Updates) endgültig besiegelt. Nicht nur hier im deutschen Raum haben große Namen im AVZ-Bereich Verluste von annähernd 100 % in der Sichtbarkeit eingebüßt, sondern auch in den USA haben die größten Portale von einem Tag auf den anderen ein paar Nullen von ihrem Umsatz streichen können.

Dabei haben sich gerade die großen Portale noch am meisten darum bemüht alle Texte ausführlich zu prüfen, den Autoren eine Identität zu geben und vielleicht wirklich vom Artikelverzeichnis zur Ratgeber-Seite zu werden. Da es aber gerade diese Riesen mit Millionen von Artikeln nicht schaffen konnten dem Panda-Zorn zu entgehen, stellt sich die ernsthafte Frage nach der Sinnhaftigkeit und im weiteren Sinn nach der möglichen Schädlichkeit, wenn meine Seite einen Link aus einem solchen Artikelverzeichnis besitzt.

Eine vernünftige Betrachtung der Artikel und das Drumherum

Zum einen ist es selbst bei den großen Artikelverzeichnissen kein Wunder, dass sie gewissermaßen abdanken mussten, denn bei all den Qualitätskontrollen war das aktuelle Repertoire der Nutzer schon verteilt. Die guten Autoren machten ihre Wissensarbeit schon freiwillig bei Wikipedia und bei einschlägigen Fach-Portalen. Es blieben bei diesen Verzeichnissen fast nur Online-Marketer zurück, die in erster Linie Suchmaschinen im Hinterkopf hatten, und zu diesem Zweck vorhandene Informationen, meist aus Wikipedia abgeschaut, für die AVZs wiedergekaut haben.

Das kann keine Suchmaschine zulassen, die sich ja nach dem besten Nutzererlebnis richten muss, und dazu gehört auch eine Diversifikation in den Top 10 der Suchergebnisse, die bei ständigem Wiederkauen von Wikipedia-Inhalten einfach nicht stattfindet.

Nur die große Panik muss jetzt auch nicht über jeden in der Vergangenheit in einem Artikel gesetzten Link ausbrechen. Erstens kann man sich den Umkehrschluss überlegen und sagen, dass auch ein kleiner Prozentsatz an üblen Backlinks in einen Linkmix gehört. Wäre das nicht der Fall, könnte man ja mit 2 Artikelverzeichnis-Links seine Konkurrenz ins Google Nirvana schicken.

Zum zweiten sind manche Artikelverzeichnisse auch nicht ganz schlecht, sondern als neutral einzustufen. Vergleichbar mit Tante Emmas Blog, die mal über ihr Thema Katze und mal über die Schuhe der Nachbarin bloggt und deshalb bestimmt nicht eine Erzfeindin für Google darstellt. Also auch wenn man den Abbau von AV-Backlinks in Betracht zieht, sollte man mit ein wenig Hausverstand herangehen. Dieser besagte Verstand wäre natürlich beim Aufbau noch besser gewesen.

Die negativen Seiten des Artikelverzeichnisses

Man kann also eindeutig sagen, dass die Artikelverzeichnisse aus gutem Grund ihre Tage an der Sonne hatten, und wie Ikarus sind sie ein wenig zu hoch geflogen und haben sich ihre Flügel verbrannt. Wobei man fast sagen muss, die SEOs und ihre Billig-Artikel stellen hier die Sonne dar.

Der schlechte Ruf unter den SEOs kann auf folgende Gründe zusammengefasst werden:

  • Spam
  • noch viel mehr Spam
  • schlechte Themenrelevanz durch zu viele Kategorien
  • schlechte Backlink-Struktur, da AVZs selten natürlich Links erhalten
  • schlechter Aufbau der Artikel (identische Länge, etc.)
  • schlechte Betreuung durch die Betreiber
  • schlechte Aktualität der Artikel
  • schlechte Identifizierbarkeit der Autoren
  • schlechtes Texte-/Werbeverhältnis
  • und zusammen mit ein paar anderen Gründen kommt noch etwas in den Sinn: Spam!

Die positiven Seiten der Artikelverzeichnisse

Bei all diesen Nachteilen wird man nun zu dem voreiligen Schluss kommen, dass das Konzept Artikelverzeichnis komplett verschwinden wird. So wie auch heute noch Schreibmaschinen verkauft werden, wird sich auch das System dieser Backlinks nicht gänzlich selbst zerstören. Schließlich gehört die Grundidee einfach zum Web 2.0. Welche vorteilhafte Nutzung kann ein AVZ also noch haben?

Kleine AVZs sind oft einem kleinen Blog gleich, und obwohl sie nicht viel Stärke oder Trust weitergeben werden, kann dies doch noch zu einer Erhöhung der gewünschten Keyword-Häufigkeit in den Anchors der eingehenden Links sorgen.

Gerade für viele Nischen können Artikelverzeichnisse noch ein paar Plätze in den Rankings gut machen, aber wenn man mit den ersten Umsätzen dann nicht auf einen nachhaltigeren Linkmix setzt, wird das Vergnügen von kurzer Dauer sein.

Zudem werden leicht abgeänderte Artikelverzeichnis-Konzepte immer wieder erprobt. Manche werden diese Entwicklung mit der Mutation von Viren vergleichen, aber das Internet hält sich eben immer selbst frisch. Und obwohl viele dieser Versuche im Sand verlaufen werden, behält sie ein guter SEO zumindest in der fünften Schublade.

Das Fazit zum Artikelverzeichnis

In der heutigen Zeit wird jeder gute SEO das Backlink-Verzeichnis sehr misstrauisch beäugen, und niemand wird das AVZ als Hauptaspekt einer Linkbuilding-Strategie ansehen.

In ein paar großen Ausnahmefällen kann das Artikelverzeichnis noch sinnvoll eingesetzt werden, wenn die Artikel selbst gut sind und man mit viel Branchenwissen an die Sache rangeht.

Bevor man jedoch jetzt übereilt für viel Geld die Links, die damals auch etwas gekostet haben, wieder abbaut, sollte man eine seriöse SEO Beratung zu dem Thema in Anspruch nehmen, die genau prüft, welche Artikel verwendet wurden, welche Verzeichnisse und zu welchem Anteil.

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Thomas Wusatiuk

Thomas Wusatiuk
Agenturleiter
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