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Altavista

Am 15. Dezember 1995 ging eine der ersten, bekannten und zunächst sehr erfolgreichen Suchmaschinen online: Altavista war bis zum Start und Erfolg von Google eine der bekanntesten Volltext-Suchmaschinen, neben HotBot. Aufgrund der zur Verfügung gestellten Rechenleistung im Hintergrund und der innovativen Software von Altavista, dem Super-Spider, konnten Websites gecrawlt und indexiert werden. Dieses frühe Erfolgsprojekt wurde 18 Jahre später, am 8. Juli 2013, geschlossen.

Bahnbrechende Technik

Altavista startete wie bereits erwähnt im Dezember 1995 als eine Art Prestigeprojekt der Digital Equipment Corporation (DEC), welches aus einem Forschungsprojekt resultierte. Zu diesem Zeitpunkt dominierten noch Webkataloge und Verzeichnisdienste als Internet-Guide, das Thema Suchmaschinen steckte noch in den Kinderschuhen.

Altavista war kein geplanter oder programmierter Erfolg, sondern war eigentlich als Vorzeigemodell für die Rechenleistung und Überlegenheit der Server und Computer von DEC gedacht. Dem zu Grunde lag eine ausgeklügelte Software, die mittels „Super-Spider“ das Web durchsuchte. Dieser Crawler von Altavista sammelte in erster Linie alle Informationen aus dem Bereich der Metatags des jeweiligen HTML-Codes einer Website und verwendete diese zur Indexierung. Darüber hinaus wurden auch Textinhalte teilweise erfasst, um ein internes Ranking, auch auf Basis von Links, zu erstellen. Der Algorithmus arbeitete schnell und zuverlässig.

Altavista

Übernahmen, Kommerzialisierung, neue Angebote und der langsame Abstieg

Aus heutiger Sicht müsste Altavista eigentlich dort stehen, wo man aktuell Google vorfindet, nämlich an der Spitze. Dem ist nicht so, hierfür gibt es mehrere Gründe, die sozusagen Hand in Hand gingen und für den stetigen Abstieg ins Niemandsland sorgten, nicht zuletzt auch die geplatzte „Dot-Com-Blase“.

Zunächst erregte Altavista allgemeines Interesse und wurde 1998 von Compaq übernommen. Compaq sorgte für ein Redesign der Seite und versuchte Altavista als Webportal, mit E-Mail-Dienst und vielem mehr neu zu positionieren. Der Hintergedanke war klar – ein so erfolgreiches Projekt muss auch satte Gewinne abwerfen können. Heute weiß man, dass dies der Anfang vom Ende war.

Während Google beispielsweise mit Fokus auf die Suche oder Suchanfrage vor allem im Erscheinungsbild punkten konnte, verlor Altavista mit einer entgegengesetzten Taktik viel an Einfluss und Popularität. Nicht alle neuen Dienste und Ideen waren schlecht, positiv in Erinnerung bleibt etwa das Übersetzungsprogramm „Babel Fish“, überwiegend konnte das neue, Business orientierte Angebot und Erscheinungsbild aber nicht überzeugen.

Es folgten weitere Übernahmen und Verkäufe, 2003 landete Altavista letztendlich bei Yahoo. Wiederum versuchte man eine Neuausrichtung, mittels Einkaufsangeboten und Nachrichten – vergebens. Es ist fast schon makaber, dass Google zunächst mit einer einfachen Suchmaske an Yahoo und Altavista vorbeizog und später mit genau diesen Zusatzangeboten punkten und erfolgreich sein konnte.

Das Ende – die vertane Chance

Yahoo erhielt den Internet-Dino Altavista lange am Leben, versuchte fast zehn Jahre lang eine Wiederbelebung der Seite und an alte Erfolge anzuschließen. Google dominiert den Markt, beinhart, Altavista als auch der Mutterkonzern Yahoo schienen hier immer einen Schritt hinterher zu hinken.

Mitte 2013 wurde, fast schon beiläufig, von Yahoo das Ende von Altavista verkündet. Am Montag, dem 8. Juli 2013 wurde das Kapitel Altavista endgültig zugeschlagen, wer heute „Altavista.com“ abruft, wird zu Yahoo umgeleitet. Der finale Akt eines der innovativsten Projekte der Online-Geschichte verkam zu einer Randnotiz, dabei hätte man so vieles erreichen können. Interessanterweise wurde bereits von einigen Analysten im Jahre 2000 dieser Abstieg vorhergesagt, die richtigen Lehren aus diesen Kassandrarufen zog offensichtlich nur der Konkurrent Google, und das mit Erfolg.

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Thomas Wusatiuk

Thomas Wusatiuk
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